Im Blog von Peter Glaab stieß ich zufällig auf Fotos einer alten Broschüre, die den Schriftentwurf der „Montan“ von Anna-Maria Schildbach aus dem Jahre 1954 als eine „zu allen Grotesk- und Zeitungsantiqua-Schriften passende Auszeichnung für den Gesamtbereich der Werbung“ bewarb.
Mir gefiel die Schrift sehr gut, und deshalb wollte ich sie erstmals digitalisieren und somit wieder aufleben lassen.

(Fotos: Peter Glaab)
Nachdem ich alle Buchstaben der Scans digital abgezeichnet hatte, veränderte ich einige subtil, um leichte Ungleichmäßigkeiten im Grauwert zu beseitigen. So wurden zum Beispiel die Innenräume von A, B, K, M, N, S, R, W und Z etwas vergrößert, damit sie nicht dunkler als die restlichen Buchstaben wirken.


Der fertige Normalschnitt der „Montan“ sieht nun so aus:



Damit das Projekt mehr als nur eine reine Digitalisierung bestehender Bleisatzbuchstaben werden würde, beschloss ich, mehrere kombinierbare Stilebenen für die Schrift zu entwickeln. So lassen sich nun Linien- oder Punktmuster, verschiedene Füllungen, Schatten, In- oder Outlines in verschiedenen Farben über den Normalschnitt der Schrift legen und damit spielerisch unterschiedlichste interessante Effekte erzielen.



Vielen Dank an Dan Reynolds, Peter Glaab und auch an Hans Reichardt für die Unterstützung bei der Umsetzung dieses Projekts!
