Im Kurs Schriftgestaltung bei Dan Reynolds lautete eine der Aufgaben, sich ein Buch zu besorgen, das vor dem Jahr 1940 gedruckt wurde. Daraus sollten einzelne Buchstaben abgescannt und verglichen werden, um schließlich eine Entscheidung darüber zu treffen, wie die verschiedenen Zeichen ursprünglich aussahen.

Ich verwendete für die Übungsaufgabe das Buch „Gritlis Kinder“ von Johanna Spyri, das Anfang der 1930er Jahre im Enßlin & Laiblin-Verlag erschienen ist. Der Text darin ist in einer Fraktur gesetzt, die der Lutherschen in vielen Punkten ähnelt.


Die abgescannten Buchstaben verglich ich, zeichnete sie wieder und wieder ab und vektorisierte sie schließlich.

Nach der Digitalisierung der vorher händisch gezeichneten Buchstaben fügte ich einige weitere Zeichen hinzu, um die Übersicht über das Schriftbild zu erhalten.


Bei längeren Texten zeigte sich nun, dass die Schrift in großen Größen sehr unregelmäßig, spitzig, und unsicher wirkt.
In kleinen Punktgrößen hingegen ist genau das Gegenteil der Fall: Hier wirkt das Schriftbild gleichmäßig und angenehm.


